Die Stadtwerke Bramsche warnen vor irreführendem Schreiben eines privaten Messstellenbetreibers

Manch Hausbesitzer wurde in den vergangenen Tagen mit einem amtlich wirkenden Schreiben ein Smart-Meter-Einbau für Solar, Wärmepumpe oder Wallbox angekündigt.

Innerhalb von 6 Wochen sollten die alten Stromzähler gegen intelligente Messsysteme (Smart Meter) ausgetauscht werden. Bestimmte Haushalte könnten nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) 136 Euro einsparen. Problematisch sind dabei Aussagen, dass der Einbau eines Smart Meters automatisch Stromkosten senkt. Einsparungen sind nur möglich bei der Wahl der passenden Tarife.

Die im Schreiben beworbene Förderung ist kein direkter Zuschuss  der ausgezahlt wird. Nutzbar sind die Vorteile nur für Haushalte, die über steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen verfügen und technische Voraussetzungen erfüllen. Kritisch zu sehen ist auch der kostenfreie Zählereinbau. Bei externen Anbietern wie in diesem Fall entstehen laufende Kosten für den Messstellenbetrieb (99 Euro/Jahr) bei einer Vertragsbindung von 24 Monaten. Diese sind aber nicht auf dem ersten Blick deutlich ersichtlich im Schreiben benannt worden.

Die Stadtwerke Bramsche GmbH als Grundzuständiger Messstellenbetreiber stellen klar, dass der Einbau der intelligenten Messsysteme grundsätzlich kostenlos ist. Im sogenannten Rollout werden dabei zunächst die Pflichteinbauten durchgeführt. Auf Antrag kann der Einbau jedoch vorgezogen werden und kostet dabei einmalig 30 Euro.

Es wird seitens der Stadtwerke Bramsche empfohlen, keine Verträge unter Zeitdruck oder auf Basis zweifelhafter Förderversprechen abzuschließen. Vielmehr wird geraten, dieses Schreiben eines Berliner Unternehmens als unaufgefordert zugestellte Werbung eines privaten, konkurrierenden Messstellenbetreibers zu ignorieren.

Zuverlässige Informationen zum Thema Smart Meter finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/Metering